Schneeballjonglage
15. Januar 2008 um 7:17 vormittags | Veröffentlicht in DUOartifix, Kleinkunst, Tagebuch, Waldeck | 2 KommentareIn den letzten Wochen bin ich leider nicht zum Bloggen gekommen. Als kleinen Ausgleich dafür habe ich hier ein Jonglage-Video für euch. Das Video ist mit unserem taiwanesischen Weihnachtsbesuch im Wald bei Waldeck-Sachsenhausen entstanden.
Sophie, vielen Dank für das Drehen des kurzen Videos!
Erlebnisse, Stress und “Free Burma!” Aktionstag
1. Oktober 2007 um 1:57 vormittags | Veröffentlicht in Free Burma, Glaube, Hamburg, Praktikum, Tagebuch, Waldeck | 5 KommentareHufis Beiträge über “Free-Burma!” haben mich dazu bewegt endlich mal wieder zu bloggen.
Die Ereignisse, über die ich in den letzten Wochen aus Zeitmangel nicht gebloggt habe, seien an dieser Stelle zumindest kurz erwähnt:
- Tolle Schwedenfreizeit mit jugendlichen Migranten
- Erholsame Tage auf Sylt
- Abschluss meiner Projekte bei meinem Praktikum in Hamburg
- Abschied von vielen netten Menschen und ein letztes mal zum tollen Jongliertreffen und zum jesusfriends Café
- Zurück in der Heimat (Waldeck-Sachsenhausen am Edersee)
- Viel Stress durch Berichte, Hausarbeiten etc.
- Noch eine Woche Hamburg: Konferenz im Hotel Hafen Hamburg – Blog-Aufbaukurs für Jugendliche – Mitwirkung beim Beratungstag im Osdorfer Born – Krawalle beim Schanzenfest (mit (zu) harten Eingreifen der Polizei?!) – Regale, die auf mein Notebook stürzen…
Und jetzt am Erntedankfest lese ich von der Aktion “Free Burma!” zur Unterstützung der friedlichen Aufstände gegen die Gewaltherrschaft in Myanmar (Birma/Burma):
Am Donnerstag, den 4. Oktober, werden viele Blogger und sonstige “Webmaster” bei einer Free-Burma Aktion mitmachen. Sie werden an diesen Tag nur einen einzigen Beitrag mit einer Grafik und etwas Text veröffentlichen.
Ich werde mitmachen. Du auch?
Als Hintergrundinformation und Kommentar zu den Aufständen ist der Spreeblick-Artikel “Myanmar ist Burma ist Birma” empfehlenswert.
Informationen über die Aktion “Free Burma!” gibt’s unter:
Übrigens: „Heute bin ich Buddhist…“ (Peter Aschoff)
Kirchentag – ein zweiter G8-Alternativgipfel
25. Juni 2007 um 12:15 vormittags | Veröffentlicht in Glaube, Politik, Studium, Tagebuch | Hinterlasse einen KommentarVom 6. bis 8. Juni fand in Heiligendamm der G8-Gipfel statt. Parallel wurden beim G8-Alternativkongress in Rostock inhaltliche Alternativen entwickelt, wie die Globalisierung gerechter gestaltet werden kann. Zur gleichen Zeit fand in Köln der 31. Deutsche Evangelische Kirchentag statt.
„Lebendig und kräftig und schärfer“ – so lautete das Motto des Kirchentags in Köln. Dieses Motto zog sich durch die meisten Veranstaltungen des Kirchentags. Besonders deutlich wurde es an lebendigen, kräftigen und scharfen Worten zum Thema Globalisierung und an Appellen an den parallel tagenden G8-Gipfel in Heiligendamm.
Schon im Vorfeld haben Vertreter aller großen Religionen in Deutschland einen gemeinsamen Appell an die G8-Vertreter verfasst. Am Donnerstagabend fand die öffentliche Veranstaltung „Die Macht der Würde: Globalisierung neu denken – Ruf an den G8-Gipfel in Heiligendamm“ statt. Die Forderung von Kirchentagspräsident Reinhard Höppner im Bezug auf die Globalisierung lautete: „Reißt die Mauern ab zwischen denen, die entscheiden, und denen, die von diesen Entscheidungen betroffen sind.“ Mit ihm sprachen sich weitere Kirchevertreter, Friedensnobelpreisträger etc. für fairen Handel, Armutsbekämpfung und eine gerechte Globalisierung, bei der auch die Schwachen zu Wort kommen, aus.
Das Motto des Kirchentags ist ein Zitat aus folgender Stelle des Hebräerbriefs:
„Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.“ (Hebr 4,12)
Wie oben ausgeführt konnte man das Motto „lebendig und kräftig und schärfer“ bei den Veranstaltungen des diesjährigen Kirchentags spüren. Besonders deutlich wurde das an politischen Worten zu Umwelt- und Globalisierungsfragen. Nach der Bibelstelle beziehen sich die Eigenschaften „lebendig und kräftig und schärfer“ allerdings auf das Wort Gottes und nicht auf Menschenworte. Bei den Appellen wurde sich zwar immer wieder auf die Bibel bezogen, dennoch rückten nach meinem Empfinden das Wort Gottes sowie Glaubensthemen oftmals in den Hintergrund. Besonders deutlich wurde das bei der Predigt des Abschlussgottesdienstes von Pfarrerin Mechthild Werner. In Presseberichten der EKD wird die Predigt mit dem Begriff „scharfe Globalisierungskritik“ passend zusammengefasst.
Ich schätze es sehr, dass beim Kirchentag klare Worte zu politischen Themen gesprochen werden und finde es wichtig, dass Christen klar Stellung beziehen. Allerdings habe ich es vermisst, dass auch zu Glaubensfragen klar Stellung bezogen wird bzw. die frohe und befreiende Botschaft Jesu im Mittelpunkt steht. Meiner Meinung nach hat die Kirche noch mehr zu bieten als Umweltorganisationen oder Nichtregierungsorganisationen wie Attac – sie kann Antworten auf elementare Fragen des Lebens geben. Ich würde mich freuen, wenn dies beim nächsten Evangelischen Kirchentag in Bremen noch deutlicher wird.
Informationen über den G8-Gipfel, Proteste und Ergebnisse findet ihr in folgendem Wikipedia-Artikel.
Mein Bruder Daniel hat hier interessante Gedanken und Informationen zu den Themen G8, Medienberichterstattung und christliches Engagement geschrieben.
Hamburg steht kopf
4. März 2007 um 11:00 nachmittags | Veröffentlicht in Hamburg, Tagebuch | Hinterlasse einen KommentarSamstag bin ich gut in Hamburg angekommen. Heute am Sonntag war ich bei der Christlichen Gemeinschaft Altona zum Gottesdienst mit einer interessanten Predigt eines schwedischen Pastors aus Norwegen. Von einem älteren Ehepaar wurde ich schon im Voraus zum Mittagessen und anschließendem Hafenausflug eingeladen. Dabei ist dieses verdrehte Foto vom Hamburger Hafen entstanden:
Nun das kleine Quiz zum Bild:
- Um wie viel Grad muss man das Foto drehen, dass es der Originalaufnahme entspricht un damit waagerecht ist?
- An welcher Stelle des Hafens ist das Bild entstanden?
(Eure Antworten könnt ihr als Kommentare hinterlassen. Einfach auf die große Zahl hinter der Überschrift oben klicken.)
Klischees über Hamburg bestätigt
21. November 2006 um 12:20 vormittags | Veröffentlicht in Hamburg, Praktikum, Tagebuch | 2 KommentareOhne die Stadt wirklich zu kennen, habe ich mich für mein halbjähriges Praktikum im nächsten Jahr ausschließlich in Hamburg beworben. Vor zwei Wochen war ich schließlich in Hamburg zu fünf Vorstellungsgesprächen. Dort haben sich meine positiven Vorurteile gegenüber Hamburg völlig bestätigt: Hamburg ist die schönste, interessanteste und tollste Stadt Deutschlands! Mir gefällt die Metropole im Norden einfach sehr gut – besonders wegen der Nähe zum Wasser, dem Nachtleben und den netten Leuten.
Aber zurück zu den eigentlichen Grund meiner Reise. Die Vorstellungsgespräche bei zwei Jugendmigrationsdiensten (West und Bergedorf), zwei Integrationszentren (Altona und Wilhelmsburg) und einer Qualifizierungsberatungsstelle für Migranten waren allesamt gut. Als Ergebnis habe ich mittlerweile fünf Zusagen, die ich für sich genommen alle annehmen würde. Momentan tendiere ich zu dem Jugendmigrationsdienst HH West von EvaMirgA e.V. – dort kann ich zum Beispiel ein Forschungsprojekt zur interkulturellen Öffnung mit dem Ziel eines Wegweisers für Migranten durchführen.
Russlandreise: Freundschaft ohne gemeinsame Sprache
10. Oktober 2006 um 1:08 vormittags | Veröffentlicht in Praktikum, Russland, Tagebuch | Hinterlasse einen KommentarGerne denke ich an meine Studienreise in die russische Stadt Kostroma zurück. In einer Reportage für unsere Lokalzeitung WLZ habe ich über die dreitägige Bus- und Bahnreise nach Russland sowie über die ersten Eindrücke von dem Ferienlager, in dem ich ein Praktikum gemacht habe, berichtet.*
Besonders wertvoll an den Erfahrungen in Russland fand ich die tollen Kontakte sowohl zu den Kindern des Ferienlagers als auch zu den Mitarbeitern und Studenten. Darum möchte ich an dieser Stelle den Schluss meiner Reportage zitieren:
Aus dem lockeren Kontakt entwickelten sich bald Freundschaften. Selbst in der zweiten Hälfte unserer Studienreise, in der wir soziale Einrichtungen in Kostroma erkundet und an einer Konferenz über interkulturelles Zusammenwirken teilgenommen haben, setzten wir unsere gemeinsamen Treffen in Kneipen oder am Ufer der Wolga fort. Mein persönliches Highlight war die Einladung einer Studentin zum Schaschlikabend mit ihrer Familie. Neben der üppigen Verpflegung konnten wir nette Stunden mit guten Gesprächen verbringen sowie das Leben einer russischen Familie ganz konkret kennen lernen. Bei unserer Abreise haben uns fast alle Mitarbeiter des Ferienlagers am Bahnhof persönlich verabschiedet und sogar individuelle Geschenke zur Erinnerung an die tolle Zeit in Russland überreicht. Nach dem Abschied, der mir wirklich schwer gefallen ist, hoffe ich, dass diese deutsch-russische Begegnung im nächsten Jahr fortgeführt werden kann.
*Wenn du die Reportage gerne lesen möchtest, aber weder zu den WLZ-Lesern noch zu den Lesern meiner Rundmails zählen solltest, melde dich bitte bei mir. Ich sende dir den Bericht gerne zu.
Auf nach Russland
17. August 2006 um 11:17 nachmittags | Veröffentlicht in Praktikum, Russland, Studium, Tagebuch | Hinterlasse einen KommentarViel hätte es in der letzten Zeit zu berichten gegeben. Es war allerdings so viel, dass ich nicht dazu gekommen bin von meinen Erfahrungen zu Berichten. Nach meinen Polenaufenthalt stand eine kurze und intensive Studienzeit in Hephata an. Darauf folgte ein Praktikum bei Kirche am Urlaubsort auf der kleinen, grünen Nordseeinsel Pellworm. Ein weiteres Highlight war mein sechstes Freakstock-Festival der Jesus Freaks. Dort habe ich zwei Jonglage-Aufführungen und einen Jonglage- und Diabolo-Workshop durchgeführt.
Nun muss ich noch schnell packen, weil ich morgen Mittag nach Kostroma in Russland zu einem Ferienlager fahren will. Neben dem Ferienlager wollen wir dort als Studentengruppe verschiedene soziale Einrichtungen erkunden und ein einem interkulturellen Kongress teilnehmen. Eingerahmt wird die Fahrt von 2- bis 3-tägigen Busreisen von Kassel nach Kostroma. Das für sich ist sicherlich auch schon ein Erlebnis.
Nach meiner Ankunft in Deutschland steht dann ab 13. September ein Praktikum beim internationalen Kinder- und Jugend-Circus Rambazotti in Kassel an.
Bis bald, Gott segne euch!
Endlich Sommer
13. Juni 2006 um 11:02 nachmittags | Veröffentlicht in Tagebuch | 6 KommentareAls ich vor knapp vier Wochen aus Warschau zurück nach Deutschland gekommen bin, musste ich mich von den zuvor aufgekommenen Frühlingsgefühlen erst einmal verabschieden. Nun kann ich das sommerliche Wetter der letzten Tage besonders genießen. Wie schon lange vorgenommen, konnte ich jetzt das Auto manchmal zu Hause (in Trutzhain) stehen lassen und mit meinen neuen Skates über einen Damm durch die Natur nach Hephata zum Studieren fahren. Die Gruppenarbeiten machen draußen im Grünen auch gleich mehr Spaß; heute haben wir sogar ein ganzes Seminar auf einer Wiese abgehalten. Danach haben meine Mitbewohnerin Conni und ich am Abend noch lange draußen gesessen und dabei gegessen, gelesen und uns unterhalten. Bei den ganzen Sommeraktivitäten muss ich nur aufpassen, dass mein Studium dabei nicht zu kurz kommt.
Ortswechsel
12. Mai 2006 um 3:32 vormittags | Veröffentlicht in Polen, Praktikum, Tagebuch | Hinterlasse einen KommentarIn genau sechs Tagen ist es nun soweit. Meine Zeit in Warschau geht zu Ende und mein Studium geht in Hephata weiter.
Die vergangenen zwei Wochen waren gut gefüllt:
An der Uni musste ich alle Vorlesungen zum Abschluss bringen, Scheine und Unterschriften sammeln, ein Journal fertig stellen, ein Referat über die deutsche Kultur halten…
Bei meinem Praktikum im Kinderheim stand die Organisation einer Gartenparty, die kommenden Samstag stattfinden wird, im Mittelpunkt. Dort werde ich mit den Kindern Jonglierbälle basteln, einen Jonglage- und Diaboloworkshop anbieten und eine kleine Show – teilweise gemeinsam mit den Kindern – aufführen. Für die Anerkennung des Praktikums waren und sind einige Formalitäten notwendig. Zudem hatte ich einige Treffen mit meiner Anleiterin, um Fragen für die erforderlichen Praktikumsberichte (Organisations- und Lebensweltanalyse) zu besprechen.
Jonas ganz normaler Tag – Episode 4
11. Mai 2006 um 11:15 nachmittags | Veröffentlicht in Glaube, Jonas ganz normaler Tag, Polen, Tagebuch | Hinterlasse einen Kommentar„Jonas ganz normaler Tag“: Geschichten aus Jonas Leben in Polen.
Episode 4: Am Ende
Am Ende meines Warschauaufenthalts bin ich am Ende der Metropole angekommen. Als ich am Sonntagnachmittag zum Gottesdienst fahren wollte, bin ich wegen einiger Fahrplanänderungen an einer komplett falschen Haltestelle angekommen. Im Bus habe ich daraufhin in einer MP3-Predigt gehört, dass wir uns am Sonntag in der Natur von Gott inspirieren lassen können. So entschloss ich spontan mit der Metro bis zur vorletzten Haltestelle im Süden Warschaus zu fahren. Von dort aus bin ich immer weiter Richtung Süden gelaufen und ich kam tatsächlich am Ende an: Am Ende gibt es viele Fahrradfahrer und Spaziergänger, dahinter einen großen und verlassenen Güterbahnhof und dahinter erstreckt sich ein scheinbar endloser Laubwald. Im Wald kann man vergebens nach irgendeinem Anzeichen urbaner Zivilisation suchen, nicht mal ein Auto ist zu hören. In kürzester Zeit aus der Metropole Polens in die Natur zu geraten war schon eine eindrückliche Erfahrung und mal ein anderes Sonntagserlebnis.
Auch sonst versuche ich in meinen letzten Tagen in Polen all das zu packen, was ich irgendwann einmal in meiner Zeit hier machen wollte. So bin ich vom 1. bis zum 3. Mai mit anderen Studenten ins tolle Krakau und anschließend zur erschütternden Gedenkstätte Auschwitz und Birkenau gefahren. Am Donnerstag war ich im Zentrum für gegenwärtige Kunst und in einem Botanischen Garten. Am Freitag steht ein Besuch des Museums des Warschauer Aufstands, das bisher geschlossen hatte, an. Sonntag wollte ich eigentlich bei einem Erasmus-Trip in die kleine Künstlerstadt Kazimierz Dolny teilnehmen. Da dieser Ausflug abgesagt wurde, muss ich noch etwas anderes planen. Neben den Aktivitäten versuche ich mich noch mit einigen Polen und Polinnen, die ich hier kennen gelernt habe, ein letztes Mal zu treffen.
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